Fledermausschutz und künstliches Licht

Um auf dem aktuellen Forschungsstand zu bleiben, nahm ich Ende 2022 an der Fortbildung "Fledermausschutz und künstliches Licht" teil. Ein Seminar des Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung und dem Leibnitz Institut für Gewässerökologie, Berlin. Die Thematik ist gerade für nachtaktive Tiere wie Fledermäuse und deren Beute, nachtaktive Insekten, von besonderer Bedeutung und beschäftigt mich natürlich schon lange. 

 

Seit über 50 Millionen Jahren leben Fledermäuse auf der Erde, sie haben ihre ökologische Nische in der Dunkelheit der Nacht gefunden. Ein großer Teil unserer Wildtiere ist dämmerungs- und nachtaktiv. Nachtaktive Insekten, die Beute des Grauen Langohrs, werden durch künstliches Licht angelockt. Straßenlaternen wirken wie Staubsauger auf Nachtfalter, diese umkreisen die Lampen bis sie erschöpft zu Boden fallen. Sie vermehren sich nicht mehr. Lichtverschmutzung ist mit ein Grund für das Insektensterben. Künstliche Beleuchtung zerschneidet Lebensräume und wirkt für manche Fledermausarten wie eine Barriere. Gerade Langohrfledermäuse sind hier sehr empfindlich. Den Lebensraum dunkle Nacht gilt es zu erhalten.

Die Illustration hat mir Javier Lazaro, Biologe und Illustrator aus Italien erstellt. Es zeigt den Lebensraum dunkle Nacht, in dem ein Graues Langohr eine Hausmutter jagt, einen Nachtfalter aus der Familie der Eulenfalter.