Die Eröffnung des Naturgartens rückt immer näher

Was man sagen kann, es sieht fantastisch aus! Was man auch sagen muss, es bedarf einer anderen Sicht der Dinge. Der Gartenbesucher muss sich Zeit nehmen, sich entschleunigen und in Ruhe beobachten. Wenn man im hinteren Teil des Gartens sitzt, schaut und hört, merkt man das Leben um sich herum. Dafür wurde der Hortus nocte geschaffen!


Ein Blick durch Wilde Malve in den Naturgarten Hortus nocte. Im Hintergrund steht die alte Brunnenpumpe. Naturgarten Hortus nocte, Mainbernheim. Foto: Christian Söder, naturgeflatter

Was will der Hortus nocte, der Naturgarten für allerlei Fledergetier erreichen?

 

Mich begeistert das vielfältige Leben und diese Begeisterung möchte ich weitergeben. Der Gartenbesucher soll einen Blick für die vielen Lebewesen um sich herum bekommen, sie kennen und verstehen lernen, um sich (wieder) für seine Mitgeschöpfe zu interessieren. Der alte und etwas abgegriffene Spruch "Nur was man kennt, kann man schützen." trifft einfach zu. Wenn ich nicht weiß, dass unter meinem Dach Fledermäuse leben, kann ich bei einer Renovierung keine Rücksicht nehmen. Wenn ich nicht weiß, was eine Wildbiene zum Leben brauchen, kann ich deren Lebensgrundlage nicht bewahren.

 

Aber Wissen alleine reicht nicht. Ich muss es auch umsetzen können und ich muss es vor allen Dingen wollen. Es bedarf einer Annäherung von Mensch und Natur. Ich bin der Meinung, dass wir uns zu weit entfernt haben von den lebendigen Dingen die uns umgeben. In dieser Annäherung, in dieser Begegnung sehe ich meine Aufgabe.

 

Der Gartenbesucher kann sich im Hortus nocte anhand Dreier Lernmodule, mit Fledermaus, Nachtfalter und Wildbiene beschäftigen.

Die Innenseite des Projektflyers zeigt die drei verschiedenen Lernmodule zu Wildbiene, Nachtfalter und Fledermaus. Naturgarten Hortus nocte, Mainbernheim. Foto: Christian Söder, naturgeflatter

Wie lebt eine Wollbiene? Welche Pflanzen braucht sie? 

Eine Wollbiene hat ihre Eier in einen alten Bohrgang eines Käfers abgelegt und verschließt die Brutröhre. Naturgarten Hortus nocte, Mainbernheim. Foto: Christian Söder, naturgeflatter

Woher hat der Königskerzen-Mönch seinen Namen?

Ein Königskerzen-Mönch sitzt auf einer Kronen-Lichtnelke, seiner Lieblingspflanze Foto: Christian Söder, naturgeflatter

Was zeichnet Langohren aus?

Ein Graues Langohr verspeist, kopfüber hängend, Nachtfalter, deren Flügel zu Boden fallen. Ein Fraßplatz. Naturgarten Hortus nocte, Mainbernheim. Foto: Christian Söder, naturgeflatter

Das waren einige Beispiele der Lernmodule, die aus einer Zusammenarbeit mit meinem Hortus Mittäter Pascal Bunk entstanden sind. Die restlichen Motive finden sie vor Ort im Hortus nocte. 

 

  • Eröffnung ist am Sonntag, 24. Juni von 10- 17:00 Uhr, zum Tag der offenen Gartentür im Kitzinger Land. Danach steht der Garten für alle Besucher immer offen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Die Gartenphilosophin (Freitag, 15 Juni 2018 12:58)

    Viel Erfolg mit dem schönen Hortus wünsche ich!
    Es kann ja nicht genug Gärten geben, in denen es Tag und Nacht Leben gibt.
    Auch hier bei uns kann ich am Abend viele Fledermäuse fliegen sehen.

    Also - VIELE Besucher und viel Vielfalt und Lebendigkeit in Deinem Hortus!

    LG Ulrike, die Gartenphilosophin

  • #2

    naturgeflatter (Freitag, 15 Juni 2018 13:02)

    Danke, danke :)
    Ich bin wahnsinnig gespannt, wer am Tag der Eröffnung vorbei kommt und den Hortus besucht. Ich werde berichten ;)

    Liebe Grüße