Fledermausprojekt

Graues Langohr aus dem Weinlandkreis Kitzingen. Foto: Christian Söder, naturgeflatter
Graues Langohr aus dem Weinlandkreis Kitzingen

Hier steht die Suche nach neuen Fledermausvorkommen, das Betreuen bekannter Fledermausquartiere, sowie die Öffentlichkeitsarbeit im Vordergrund. Mit diesem Projektes gelang 2015 der Erstnachweis der Nymphenfledermaus durch ein akustisches Monitoring. Anhand einer genetischen Analyse wurde 2016 die Nordfledermaus im Landkreis Kitzingen nachgewiesen.


Fledermauskästen

Mittlerweile zählt das Projekt 250 Fledermauskästen, die mindestens einmal jährlich kontrolliert werden. Ein großer Teil befindet sich im Kitzinger Klosterforst und in den Mittelwäldern bei Iphofen und Willanzheim. Fledermauskästen dienen als Ersatzquartiere, bspw. wenn in jungen Wäldern noch keine natürlichen Baumhöhlen vorhanden sind. Mit der Kartierung, der Kontrolle dieser Kästen auf Besatz, können Aussagen über die Verbreitung von Fledermäusen getroffen werden.

  • 2017 wurde das Projekt um die Haselmaus erweitert. 

Kirchenfledermaus

Großes Mausohr, Kolonie unter einem Kirchendach. Foto: Christian Söder, naturgeflatter
Großes Mausohr, Kolonie unter dem Kirchendach

Vom Großen Mausohr sind bisher sieben Wochenstubenkolonien im Landkreis bekannt. Dort ziehen die Fledermausmütter ihre Kinder gemeinsam auf. Die in einer Wochenstube geborenen weiblichen Jungtiere kehren meist in dasselbe Quartier zurück. So entstehen langjährige und generationsübergreifende Quartiertraditionen die es zu erhalten gilt.


Winterquartiere

Großes Mausohr im Winterquartier. Foto: Christian Söder, naturgeflatter
Großes Mausohr im Winterquartier

Fledermäuse verbringen die insektenarme, kalte Jahreszeit in Kellern oder natürlichen Höhlen. Einige Arten überwintern in Baumhölen. Die Fledermauszählung in den Winterquartieren ist eine gute Möglichkeit der Bestandskontrolle. Im Rahmen dieses Projektes werden vorhandene Winterquartiere gesichert und optimiert. 


Fledermaus gefunden

Bechsteinfledermaus im Handschuh. Foto: Christian Söder, naturgeflatter
Bechsteinfledermaus im Handschuh

Erschöpfte oder kranke Fledermäuse finden sich an unmöglichsten Orten, im Sandfang des Regenrohrs, im Heizungskeller, hinter dem Blumenkübel.

 

Im Spätsommer suchen unerfahrene Jungtiere nach Unterschlupf und fliegen manchmal durch ein gekipptes Fenster ein, kommen aber nicht wieder hinaus. Öffnen Sie das Fenster weit, löschen Sie das Licht und ermöglichen den Tieren somit nachts nach draußen zu fliegen.

  • Ein Fundtier fassen Sie mit einem Handschuh an, oder nehmen es mit einem Tuch auf. 
  • Versehen Sie eine dicht schließende Schachtel mit kleinen Luftlöchern und legen Sie ein Tuch hinein.
  • Setzen Sie den Findling in die Schachtel.
  • Stellen Sie diese nicht zu warm und nicht zu kalt. 
  • Melden sie sich bitte bei mir, wenn sie im Landkreis Kitzingen eine Fledermaus gefunden haben.
  • Im Landkreis Würzburg hilft die örtliche Fledermausgruppe.

Fledermauskot im Größenvergleich zu einem 1 Cent Stück.
Kotkrümel von Fledermäusen

Fledermaus am Haus?

Wenn Sie solche Krümel an ihrem Haus oder unter Ihrem Dach finden, deutet das auf Fledermäuse hin. Melden Sie sich bitte, wir freuen uns immer über neue Quartierhinweise.

 


Fledermäuse Willkommen

 

Die Aktion des Landesamt für Umwelt zeichnet Quartiere und Fledermausunterstützer aus. Machen Sie mit!