Schindholz

Schindholz, lautet die historische Bezeichnung des kleinen, etwas abseits gelegenen Wäldchens. Beim Bau der Eisenbahntrasse Würzburg/Nürnberg, im späten neunzehnten Jahrhundert, wurden die zu Tode gekommenen Arbeitspferde in diesem Waldstück vergraben. 2020 wird lebendige Vielfalt diese traurige Vergangenheit wenden.

 

 


Baumreihen und Hecken aus fruchttragenden Gehölzen verbinden und geben der offenen Fläche Struktur. Dazwischen entsteht eine einschürige Mähwiese per Mahdgutübertragung. Die spätere Wiesenmahd der Projektfläche dient dem Gelbvieh auf der nahegelegenen Hutung als Futter. Die trockengefallene Grabenstruktur wird für den Wiesenknopf wiedervernässt.

 

Das Projekt verknüpft den Lebensraum Hutung, des Life+ Projekts "Wälder und Waldwiesentäler am Steigerwaldrand bei Iphofen", mit dem Flatterhaus Hellmitzheim. Dort werden Projektentwicklung und Kartierungsergebnisse dieser Naturraumaufwertung dargestellt.

Besondere Zielarten sind stark gefährdete Tagfalter wie der Wiesenknopf-Ameisenbläuling und das Rotbraune Ochsenauge. Auf Seiten der Säuger sind es Fledermäuse und die Haselmaus, die von dieser Flurbereicherung profitieren. Ziellebensraum ist eine einschürige Mähwiese, Lebensraumtyp 6510. 

 

Die Projektfläche umfasst im ersten Schritt ca. 2 Hektar.

 

Maßnahmenumsetzung beginnt 2020. Laufzeit 5 Jahre.

  • Konzeptidee: naturgeflatter
  • Projektträger: Naturpark Steigerwald, Stadt Iphofen

Flächen der Naturraumaufwertung Schindholz
Juli 2020. Die Projektfläche nach der letzten landwirtschaftlichen Nutzung.

August 2020. Mahdgutübertragung von einer artenreichen, ortsnahen Spenderfläche.
August 2020. Mahdgutübertragung von einer artenreichen, ortsnahen Spenderfläche.