Auszeichnung UN-Dekade Biologische Vielfalt

UN Dekade biologische Vielfalt Auszeichnung 2018 naturgeflatter

„Fledermäuse im Weinlandkreis Kitzingen“ wurde am 02.10.2018 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt und darf diesen Titel für zwei Jahre führen. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.


UN-Dekade Biologische Vielfalt

Die Vereinten Nationen haben das Jahrzehnt von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen. Die Dekade soll die Umsetzung des UN-Übereinkommens von 1992 unterstützen. Ziel ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu soll auch das gesellschaftliche Bewusstsein gefördert werden. Genau hier setzt die deutsche UN-Dekade an: Sie möchte mehr Menschen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, unserer natürlichen Lebensgrundlage, gewinnen. Ein Schwerpunkt ist daher die Auszeichnung von vorbildlichen Projekten. Die Mitwirkenden setzen sich für die biologische Vielfalt ein, indem sie sie schützen, nachhaltig nutzen oder ihren Wert vermitteln.

 

Das Projekt „Fledermäuse im Weinlandkreis Kitzingen“, ausgezeichnet am 02.10.2018, trägt in beispielhafter Weise zum Erhalt der Biologischen Vielfalt bei.

 


"Fledermäuse im Weinlandkreis Kitzingen" ein UN-Deakde Projekt nicht nur für das Graue Langohr

 

Seit 2013 besteht ein umfangreiches Fledermausprojekt im Weinlandkreis Kitzingen. Es beinhaltet die Suche nach neuen Fledermausvorkommen, das Betreuen bekannter Fledermausquartiere und den Schutz der Lebensräume. Im Laufe des Bestehens wurden weitere Projekte initiiert und angegliedert. Durch facettenreiche Öffentlichkeitsarbeit wird für den Fledermausschutz geworben. „Flatterhaus Hellmitzheim“ als interaktive Dauerausstellung, „Hortus nocte“ ein lebendiger Naturgarten, der „Fledermauswein“ sowie die Saatmischung „Garten für Nachtschwärmer“ veranschaulichen biologische Zusammenhänge und kommunizieren die Bedeutung von Artenschutz. Unter dem Titel "Fledermäuse im Weinlandkreis Kitzingen" wurden diese Projekte zusammengefasst. Mit diesem vorbildlichen Projektzusammenschluß wird ein bedeutendes Zeichen für das Engagement für die biologische Vielfalt in Deutschland gesetzt. Dieser Einsatz hat die Jurorinnen und Juroren des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt. Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhalten Markus Schmitt (LPV), Marc Sitkewitz (LBV) sowie Christian Söder (naturgeflatter) einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die bunte Vielfalt und einzigartige Schönheit der Natur steht, zu deren Erhaltung „Fledermäuse im Weinlandkreis Kitzingen“ einen wertvollen Beitrag leistet.

 

Das Projekt wird auf der deutschen UN-Dekade-Webseite vorgestellt.

 www.undekade-biologischevielfalt.de

 


Auszeichnung

Die Veranstaltung fand im Flatterhaus Hellmitzheim statt. Über 30 Gäste aus dem Natur- und Artenschutz, Vertreter der Regierung von Unterfranken, dem Landkreis, beteiligte Verbände, sowie Wegbegeleiter und Unterstützer der Projekte folgten der Einladung. Die Auszeichnung wurde von MD Georg Schlapp, Bayerischer Naturschutzfonds, im Flatterhaus Hellmitzheim überreicht. Bei seiner Laudatio betonte Schlapp die außergewöhnlich vielfältige Ausrichtung des ausgezeichneten Projektzusammenschlusses, dessen gemeinsamer Nenner die Öffentlichkeitsarbeit und als Zielart die Fledermaus, insbesondere das Graue Langohr ist. 


Projektüberblick

Biologische Vielfalt

Biologische Vielfalt ist alles, was zur Vielfalt der belebten Natur beiträgt: Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen – einschließlich der Wechselwirkungen zur unbelebten Umwelt, innerhalb der Arten und zwischen den Arten – sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt ihrer Lebensräume. Biologische Vielfalt ist die Grundlage einer langfristig gesicherten Existenz des menschlichen Lebens auf der Erde.

Mehr Info:

www.undekade-biologischevielfalt.de


Dankeschön

Über diese Auszeichnung freue ich mich besonders, zeichnet sie doch die Projekte, deren Ansätze und Erfolge aus, für die ich mich seit Jahren einsetze. Auf diesem Weg mein herzliches Dankeschön an alle Wegbegleiter und Unterstützer, ohne die dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre. Nun gilt es weiter für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu arbeiten, sich dafür einzusetzen, dass wir unser Naturerbe möglichst unbeschadet an Folgegenerationen weiterreichen können. Es bleibt viel zu tun!

 

Christian Söder, naturgeflatter

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