Artenschutz am Bau


Ein historischer großer alter Kirchendachtuhl, von einem Ende scheint die Sonne durch die Balken.

Bei Gebäudeabbruch oder Sanierung müssen besonders geschützte gebäudebewohnende Arten berücksichtigt werden. Je früher Sie das in Ihr Bauvorhaben einplanen, umso besser werden Beeinträchtigungen der betroffenen Tiere und unnötige Verzögerungen im Bauablauf vermieden.

Im Bundesnaturschutzgesetz ist der Schutz aller wildlebenden Tiere, sowie der besondere Artenschutz festgelegt. Zudem sind europäische Richtlinien zu beachten. Hierbei werden nicht nur die Tiere selbst, sondern auch ihre Lebens- und Ruhestätten vor Schädigung oder Zerstörung geschützt, die Gebäude, in denen besonders geschützte Arten leben und die Nester in denen sie brüten.


Drei junge, fast flügge Turmfalken sitzen in einer Fensternische und beäugen ihre Umgebung.

Und um welche Arten geht es? Um alle die an Gebäuden vorkommen können:

  • Vögel wie Sperling, Hausrotschwanz, Schwalbe, Mauersegler, Falke oder Dohle
  • Fledermäuse - im Landkreis Kitzingen sind 18 verschiedene Arten nachgewiesen
  • geschützte Insekten, wie Hornissen und Wildbienen

Am Anfang meiner Arbeit steht eine Kartierung, eine Bestandsaufnahme, damit man weiß womit man es zu tun hat. Anhand dieser Grundlage lässt sich bewerten und fundiert planen wie mit dem jeweiligen Artvorkommen umzugehen ist.


Drei junge, fast flügge Rauchschwalben drängen sich in ihr kleines Lehmnest, welches direkt an eine alten Deckenlampe angebaut ist.

Ein konkretes Beispiel: Im betroffenen Gebäude brüten Rauchschwalben. Man wartet mit den Bauarbeiten bis die Jungvögel ausgeflogen und die Schwalben weggezogen sind. Dann kann ohne Störung der Brut abgebrochen oder saniert werden.

Wenn die Schwalben im nächsten Frühjahr zurück kommen brauchen sie aber wieder ein Zuhause, idealerweise am angestammten Platz. Ist diese Nistmöglichkeit nicht mehr vorhanden, muss eine Alternative angeboten werden. Das alles will bedacht, geplant, umgesetzt und mit der Naturschutzbehörde besprochen sein.


Die Kirche in Marktbreit ist eingerüstet, am Turm weht das Staubschutznetz. Hoch oben am Turm entsteht ein Brutplatz für den Wanderflalken.

Betroffen sind nicht nur historische Bauten wie Kirchen, Pfarrhäuser oder Zehnthöfe, auch an modernen Häusern und Wirtschaftsgebäuden finden bedrohte Arten Lebensraum. Man muss am Anfang der Maßnahmenplanung einfach schauen, was unter dem Dach, hinter der Fassade oder im Keller lebt.

Seit 2016 bin ich verlässlicher Partner für Artenschutz am Bau in der Region Kitzingen. Ich erstelle Fachgutachten, begleite Baumaßnahmen, berate Vorhabensträger. Wir müssen uns alle nach besten Kräften anstrengen um eine lebendige Mitwelt zu erhalten. Artenschutz am Bau gehört einfach dazu.